Wie umgehen mit Diabetes? – Umfrage: Drei Viertel setzen auf Bewegung und gesunde Ernährung

Wer an Diabetes leidet, muss gewisse Sachen in seinem Tagesablauf beachten. Die meisten Betroffenen fühlen sich jedoch gut behandelt und gewinnen der Erkrankung sogar etwas Positives ab. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des „Diabetes Ratgeber“. Knapp neun von zehn (86,9%) der an Diabetes Erkrankten fühlen sich durch ihren Hausarzt oder Diabetologen umfassend und gut betreut. Drei Viertel (74,0%) sagen, dass sie nach der Diagnose ihre Lebensgewohnheiten hin zum Positiven umgestellt haben. Ebenso viele (75,1%) setzen bei der Behandlung auf mehr Bewegung und eine gesunde Diät. Jeder zweite Betroffene (50,3%) sagt, er lasse sich durch die Krankheit nicht unterkriegen – nach dem Motto „Jetzt erst recht“. Mehr zum Thema „Diabetes Typ 1“ unter http://www.diabetes-ratgeber.net/Diabetes-Typ-1 und zum Thema „Diabetes Typ 2“ unter http://www.diabetes-ratgeber.net/Diabetes-Typ-2 .

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Diabetes Ratgeber“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei insgesamt 1942 Personen ab 14 Jahren, darunter 84 Diabetespatienten.

Kontakt: Ruth Pirhalla, pirhalla@wortundbildverlag.de, Tel. 089 / 744 33 123

Gut vorbereitet in die Klinik Tipps für Patienten mit Diabete

Wer Diabetes hat, wird doppelt so häufig stationär behandelt wie Nicht-Diabetiker. Der Klinikaufenthalt dauert meistens auch länger. Das macht es besonders wichtig, die „Auszeit“ in der Klinik zu planen. Gerade, wenn eine Behandlung bevorsteht, die nicht unmittelbar den Diabetes betrifft, etwa ein Operation, ist schon die Auswahl des Krankenhauses selbst wichtig. „Es sollte eine Abteilung für Innere Medizin und einen Diabetologen haben“, rät Dr. Marlies Götz-Schupp, Diabetes-Ärztin am Klinikum Nürnberg, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Auch der Narkosearzt sollte mit der Diabetes-Therapie vertraut sein. Zwar kommen die Medikamente im Krankenhaus in der Regel aus der hauseigenen Apotheke, doch soll der Patient alle seine Arzneimittel in der Originalpackung mitbringen. Wer Insulin spritzt, soll zur Sicherheit Nadeln, Messgeräte und einen Insulinvorrat einpacken. „Es gibt so viele verschiedene Insuline, dass kleinere Häuser nicht immer das richtige parat haben“, sagt Götz-Schupp.

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 8/2010 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

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Vitamin B1-Verluste bei Diabetikern fördern Nerven- und Organschäden

Wenn sich bei Diabetikern Folgeerkrankungen entwickeln, wie Nervenstörungen, Nieren- und Augenschäden, ist wahrscheinlich oftmals auch ein Mangel an Vitamin B1 (Thiamin) mit im Spiel: Wie Wissenschaftler auf einem Symposium im Vorfeld der Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Stuttgart berichteten, weisen Patienten mit Diabetes im Vergleich zu Gesunden eine um 75% niedrigere Thiaminkonzentration im Blutplasma auf. Die Ursache des Thiaminproblems: Schon in einem sehr frühen Stadium der Erkrankung beeinträchtigt der erhöhte Blutzucker die Nierenfunktion, wodurch das Vitamin in großen Mengen über den Urin verloren geht.

Bei einem Thiaminmangel können sich aber vermehrt aggressive Zuckerabbauprodukte im Körper anreichern. Die zerstörerischen Auswirkungen des erhöhten Blutzuckers auf Nerven und Blutgefäße werden dadurch forciert.

Die Gesellschaft für Biofaktoren e.V. (GfB) weist daher darauf hin, dass „der Ausgleich dieses Vitamindefizits neben einer guten Blutzuckereinstellung erheblich dazu beiträgt, diabetischen Folgeerkrankungen entgegen zu wirken.“

Über die Nahrung allein scheint das kaum möglich zu sein: Um die Thiaminverluste zu kompensieren, müsste ein Diabetiker nach Berechnungen der GfB etwa 5 mg Thiamin pro Tag zu sich nehmen. Das entspricht rund 3,6 kg Eiernudeln oder 7,1 kg Kartoffeln. Selbst die besonders thiaminreichen Lebensmittel würden einen üblichen Speiseplan sprengen, so etwa mit 750 g Schweinefleisch oder 1,3 kg Haferflocken.

„Entsprechende Nahrungsmittelmengen zu verzehren ist weder realistisch noch empfehlenswert“, bewertet die GfB.

Um einen Thiaminmangel bei Diabetikern zu vermeiden und nerven- und gefäßschützende Effekte zu erzielen, rät die Fachgesellschaft, die fettlösliche Thiaminvorstufe Benfotiamin zu ergänzen. „Benfotiamin wird vom Körper wesentlich besser aufgenommen als herkömmliches Thiamin“, erklärt der Diabetologe Prof. Hilmar Stracke vom Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Das sei eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Thiamin in den erforderlichen Mengen in den Zielgeweben ankommt und diese vor toxischen Zuckerabbauprodukten schützt.

In der Behandlung diabetischer Nervenschäden (Neuropathien) wird Benfotiamin bereits erfolgreich eingesetzt.

Kontakt: Kerstin Imbery-Will, imbery-will@t-online.de, Tel./Fax: 04183/774623

 

Mit der zweiten reist man besser: Sicherheit für Diabetiker mit Insulinpumpe

Wer Diabetes hat und eine Insulinpumpe benutzt, sollte sich vor Reisen ins fernere Ausland bei seinem Pumpen-Hersteller ein Reservegerät besorgen, rät das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Sonst könnte es bei einer Pumpen-Panne Probleme geben. Die Firmen bieten diesen Leih-Service in der Regel kostenlos. In Deutschland benutzen rund 40.000 Menschen, überwiegend mit Typ-1-Diabetes, eine Insulinpumpe, um sich das blutzuckersenkende Hormon zu verabreichen.

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 8/2010 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Kontakt: Ruth Pirhalla, pirhalla@wortundbildverlag.de, Tel. 089 / 744 33 123

Gefährliches Erbe: Bei Diabetes in der Familie regelmäßig zum Zuckertest

Diabetes vom Typ 2, die mit sieben Millionen Erkrankten in Deutschland häufigste Form der Zuckerkrankheit, kommt familiär gehäuft vor. Wer Eltern oder Geschwister mit Diabetes hat, sollte deshalb jährlich seinen Blutzucker testen lassen, besonders wenn auch noch Übergewicht besteht, Bluthochdruck oder eine Fettstoffwechselstörung. Das rät Professor Petra-Maria Schumm-Draeger vom Münchner Klinikum Bogenhausen im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Typ-2-Diabetes macht oft jahrelang keine Beschwerden. Dennoch können die erhöhten Zuckerspiegel in dieser Zeit Blutgefäße und Nerven angreifen und zahlreiche Organe wie Herz, Gehirn und Nieren schädigen. Frühzeitige Diagnose und Behandlung können Folgeschäden des Diabetes meist verhindern.

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 7/2010 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Kontakt: Ruth Pirhalla, pirhalla@wortundbildverlag.de, Tel. 089 / 744 33 123, www.diabetes-ratgeber.net